Das Warten hat ein Ende für Fans von brachialem Retro-Psychedelic-Garage-Doom!
Typhuzz melden sich nach zwei Jahren mit frisch geöltem Wah-Wah-Pedal, einer 6-Song-starken EP und voller Kraft zurück.
Auch bei der am 4. Oktober 2026 erschienenen Cosmic Crypt Sessions bleibt bestehen: Old School ist Trve School! Sehr vorwärts, sehr groovy mit Riffs, die an allen Ecken und Enden blitzen wie verchromt.
Schon der erste Song MOG des Karlsruher Trios gibt einen guten Ausblick auf das, was uns erwartet. Ein prasselndes Gewitter an Riff, dass man sich fühlt, als würde man der wilden See trotzen, bis es sich abrupt legt und eine sanfte sphärische Melodie erklingt, die einen schwerelos durch die Milchstraße treiben lässt, bis die Wellen sich wieder aufpeitschen und in Tapping-Solos gen Himmel schrauben.
Der nächste Track Heavy Eyes lehnt sich mehr in eine doomige, schwungvolle, groovige Richtung, bevor er in eine surfige Noir-Ästhetik, zu der James Bond auch Schurken jagen könnte, abgleitet. Der Bass rollt heran wie die Perlen an einer zerrissenen Kette, die von den Drums durchgeschüttelt werden, während die Gitarre im Hintergrund Purzelbäume schlägt.
Während Crystal Ships einen wie aus der Kanone gefeuert durch Wüsten und Täler jagt, bauen sich bei IO, düster und okkult, die Wände von vorzeitlichen Pyramiden vor einem auf und die Pharaonen headbangen, dass ihr Kopfputz verrutscht. Dabei bleibt der gesamte Ablauf dynamisch, flexibel, sprunghaft, wie ein geschulter Boxer. Kontraste, Übergänge, Tempoänderungen sind knackig, klar und wohl gewählt.
Bevor Reefer Madness (Puff Puff Magic), wie einblubberndes Moor, dickere Teerklumpen spuckend, als ich Sonntagmorgens das Tape beschließt, gibt es noch mal einen soundgewordenen ACID-Trip auf sommerlichen weiten Weiden in Form von High Again.
Die Vocals, von Gitarrist Max, schweben mal mehr und lockerer über der Mukke – High, eben –, mal wirken sie geballt wie ein Donnern aus dem Riff und geben damit Schub oder Akzente.
Ergänzt wird das Ganze durch ein wundervolles Artwork von Selina von Muhme Illustrations, auf dem, in Schwarz und Silber, mächtige Echsen über den Wolken thronen und Planeten sich in Reihe formieren. Abgespacet, kernig, aufregend!
Der einzige „Wermutstropfen“, der die gelungene EP begleitet, ist ein Besetzungswechsel, der sich mit ihr vollzieht: Alex Pontz (Tyles), der bisher und auch auf dieser Scheibe den Bass geliefert hat, übergibt an Manu Maric (u. a. Ex-Astrokraut, 100-€-Band).
Alles in allem ein sehr geiles, rundes Teil, das so manchem alt eingefleischten Rockfan das „Solche Musik gibt’s heutzutage ja gar nicht mehr …“ aus dem Maul wischen und „Liebhaber vielsagend lächeln“ lassen dürfte.
Zu finden gibt’s das gute Stück da, wo man sonst auch alles findet: im Internet. Da soll man mittlerweile sogar physische Kopien erwerben können, wie gemunkelt wird – was die sich nicht alles einfallen lassen.
Also, ab jetzt!
Das Warten hat ein Ende für Fans von brachialem Retro-Psychedelic-Garage-Doom!
Typhuzz melden sich nach zwei Jahren mit frisch geöltem Wah-Wah-Pedal, einer 6-Song-starken EP und voller Kraft zurück.
Auch bei der am 4. Oktober 2026 erschienenen Cosmic Crypt Sessions bleibt bestehen: Old School ist Trve School! Sehr vorwärts, sehr groovy mit Riffs, die an allen Ecken und Enden blitzen wie verchromt.
Schon der erste Song MOG des Karlsruher Trios gibt einen guten Ausblick auf das, was uns erwartet. Ein prasselndes Gewitter an Riff, dass man sich fühlt, als würde man der wilden See trotzen, bis es sich abrupt legt und eine sanfte sphärische Melodie erklingt, die einen schwerelos durch die Milchstraße treiben lässt, bis die Wellen sich wieder aufpeitschen und in Tapping-Solos gen Himmel schrauben.
Der nächste Track Heavy Eyes lehnt sich mehr in eine doomige, schwungvolle, groovige Richtung, bevor er in eine surfige Noir-Ästhetik, zu der James Bond auch Schurken jagen könnte, abgleitet. Der Bass rollt heran wie die Perlen an einer zerrissenen Kette, die von den Drums durchgeschüttelt werden, während die Gitarre im Hintergrund Purzelbäume schlägt.
Während Crystal Ships einen wie aus der Kanone gefeuert durch Wüsten und Täler jagt, bauen sich bei IO, düster und okkult, die Wände von vorzeitlichen Pyramiden vor einem auf und die Pharaonen headbangen, dass ihr Kopfputz verrutscht. Dabei bleibt der gesamte Ablauf dynamisch, flexibel, sprunghaft, wie ein geschulter Boxer. Kontraste, Übergänge, Tempoänderungen sind knackig, klar und wohl gewählt.
Bevor Reefer Madness (Puff Puff Magic), wie einblubberndes Moor, dickere Teerklumpen spuckend, als ich Sonntagmorgens das Tape beschließt, gibt es noch mal einen soundgewordenen ACID-Trip auf sommerlichen weiten Weiden in Form von High Again.
Die Vocals, von Gitarrist Max, schweben mal mehr und lockerer über der Mukke – High, eben –, mal wirken sie geballt wie ein Donnern aus dem Riff und geben damit Schub oder Akzente.
Ergänzt wird das Ganze durch ein wundervolles Artwork von Selina von Muhme Illustrations, auf dem, in Schwarz und Silber, mächtige Echsen über den Wolken thronen und Planeten sich in Reihe formieren. Abgespacet, kernig, aufregend!
Der einzige „Wermutstropfen“, der die gelungene EP begleitet, ist ein Besetzungswechsel, der sich mit ihr vollzieht: Alex Pontz (Tyles), der bisher und auch auf dieser Scheibe den Bass geliefert hat, übergibt an Manu Maric (u. a. Ex-Astrokraut, 100-€-Band).
Alles in allem ein sehr geiles, rundes Teil, das so manchem alt eingefleischten Rockfan das „Solche Musik gibt’s heutzutage ja gar nicht mehr …“ aus dem Maul wischen und „Liebhaber vielsagend lächeln“ lassen dürfte.
Zu finden gibt’s das gute Stück da, wo man sonst auch alles findet: im Internet. Da soll man mittlerweile sogar physische Kopien erwerben können, wie gemunkelt wird – was die sich nicht alles einfallen lassen.
Also, ab jetzt!